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Silka in der Hundeschule

von Rebecca Schütt

Als wir vor knapp 8 Monaten unsere Silka bekamen, waren alle völlig aus dem Häuschen. Sie lebte sich wunderbar ein, und ist beagletypisch ziemlich neugierig.
Also um es vorab zu sagen, der Staubsauger wird wohl nie ihr bester Freund, aber an alle anderen Geräusche wie das des Geschirrspülers, Geschirrgeklapper oder den Sound des Föns, gewöhnte sie sich schnell. Auch der Fernseher, oder mal zufallende Terassentüren oder Fenster erschrecken sie nicht mehr. Draußen in der Natur und an der Strasse sah es etwas anders aus. Raschelndes Laub, herrunterfallende Äste, vorbeifahrende (weiße) Lkws und auch Motorräder, gelbe Säcke und Mülltonnen fand sie überhaupt nicht gut, es bedurfte schon einiger Überredungskunst und Leckerlis, um an so etwas vorbei zu gehen.

Für uns war klar: Wir werden eine Hundeschule besuchen, um sie mit den vielen, ihr noch unbekannten Dingen vertraut zu machen. Denn durch den Laboraufenthalt fehlt den Hunden ein ganzes Stück an Sozialisierung, und das wollten wir mit Hilfe einer Hundeschule versuchen nachzuholen.
Also haben wir uns auf die Suche nach der „richtigen“ beaglefreundlichen!! Hundeschule gemacht…War nicht so einfach, die hier in Winsen kam für mich nicht in Frage, da sie über den Winter geschlossen hat, und als wir gesucht haben, war es Oktober. Wir haben auch nicht sofort nach ihrer Ankunft angefangen, denn erstmal sollte sie ja zu uns eine Führerbindung aufbauen.
Also nächste Hundeschule rausgesucht.
Dort war, so wie ich mitbekam, unsere halbe Nachbarschaft. In einer Polizei- Hundeschule….Eine Bekannte von mir besuchte dort den Welpenkurs und erzählte mir von dem rauen Umgangston sowohl Tier als auch Herrchen/Frauchen gegenüber….
Also fiel auch die schon mal gänzlich aus.
Wir suchten witer und fanden eine Hundeschule namens Dr. Doolittle. Hoffentlich, hab ich gedacht, hält sie, was der Name verspricht….
Wir riefen dort an und die Trainerin erzählte uns dann, auch sie hätte eine Beaglehündin und bei der wäre in der Hundeschule sehr viel falsch gelaufen und vor einigen Dingen hätte sie ihre Angst aufgrund der falschen Ausbildung nie mehr abgelegt. Vorweg muss ich sagen, dass unsere Christine Pfeiffer erst Trainerin wurde, nachdem bei ihrer Belinda so viel falsch gemacht wurde, und sie sich vorgenommen hatte – dass nie wieder ein Hund solche Erfahrungen machen sollte.
Ich fuhr mit Silka und meinem Sohn dorthin.
Am nächsten Tag haben wir dann ausführlich telefoniert, und sie war die einzige, die uns mit Silka erlaubte in den Welpenkurs zu kommen….

Silka im Bällchen-Pool
Silka auf der Rutsche

Nun sind wir seit dem im Welpenkurs, und Silka ist mit Spaß und viel Eifer dabei. Es haben noch einige andere Beagle den Weg in die Hundeschule gefunden und alle sind begeistert.
Silka spielt gern mit den Welpen und wenn ihr das junge Gehopse zu viel wird, weiß sie, was zu tun ist.
Das Schöne ist eben auch, dass wir das ganze Jahr dorthin können. Wenn jetzt die Brut und Setzzeit beginnt, werden wir täglich dort anzutreffen sein, denn dort kann sie nach Herzenslust toben.
Silka hat durch die Schule sehr sehr viel Angst verloren, allerdings muss ich sagen, dass sich der Platz an der Bahnlinie befindet und wenn sie einen Zug kommen sieht ( macht sie nur bei Zügen Richtung Hamburg - andere Richtung ist ihr das egal), geht sie in die hinterste Ecke des Platzes, um dann, wenn der Zug weg is, im Affentempo wieder zu uns zu kommen, als wäre nichts gewesen. Aber auch daran arbeiten wir, und es ist schon wesentlich besser geworden.
Das Bällebad hat an Gefährlichkeit verloren genauso wie der Sitzsack, die Rutsche, die Dusch/ Dosenvorhänge oder die großen hölzernen Kabelrollen auf denen man jetzt wunderbar sitzen kann.
Wir waren mit der Hundeschule auch schon im Wildpark, Rehe besuchen, Schweine abschlecken, Vogelgezwitscher anhören, und natürlich arbeiten, ( Silka war viel mehr an dem auf dem Boden liegenden Wildfutter interessiert, als an den Rehen, die keinen halben Meter von ihr entfernt standen – ohne störenden Zaun dazwischen !! …) !!

Silka und der Wolf

Und die Krönung war als wir den Park verlassen wollten, stand ein Wolf !! vor uns, der aber lieb ist und mit seiner Trainerin des öfteren im Park spazieren geht. Alle Hunde haben ihn anschnüffeln dürfen. Welch ein Erlebnis !! Der Wolf kennt das und ist damit groß geworden.

Abschließend muss ich sagen: Wir sind sehr froh, in diese Hundeschule gekommen zu sein. Und werden dort mit Sicherheit noch ganz viel erleben.

 

 

 

 
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